Archiv der Kategorie: Wohnmobil & Camping

1 Jahr mit dem Hymer Camp 614SL

Fast genau 1 Jahr begleitet uns der Hymer Camp 614SL mit dem tollen Grundriss jetzt. Einige Touren und Urlaube während dieser Zeit haben wir gemacht und können unter dem Strich sagen: Wir sind nach wie vor sehr zufrieden.

Hymer Camp 614SL

Ein paar Kleinigkeiten haben wir unbeschadet dessen inzwischen nachgerüstet und ergänzt oder verändert. Dementsprechend kommt unser Hymer Camp 614SL  unseren Wünschen und Vorstellungen noch näher, als zum Zeitpunkt des Kaufs.

Im Folgenden wollen wir mal ein wenig detaillierter über unser Wohnmobil berichten und euch ein paar Fotos, auch von innen, zeigen:

Zuladung

Zunächst wurde das Fahrzeug aufgelastet, damit die Zuladung auch für Familien ausreichend ist. Hierzu wurde eine Zusatzluftfederung von VB Airsuspension an der Hinterachse montiert, vorne wurde die Vorderachse durch verstärkte Schraubfedern aufgelastet. Informationen zum Thema finden sich umfangreich hier auf unserer Homepage.
Nach der Auflastung beträgt das zulässige Gesamtgewicht (zGG) nunmehr 3,85t und die große Heckgarage (beheizt) lässt sich dank aufgelasteter Hinterachse auch richtig nutzen, Platz genug ist jedenfalls. Zusätzlich haben wir einen Thule-Träger für 2 Fahrräder in die Heckgarage gebaut, sodass die abnehmbare Anhängerkupplung für andere Dinge frei bleibt.
Im Zusammenhang mit der Auflastung bekam unser WoMo nebenher auch einen Satz Alufelgen und neue Allwetter-Reifen, jeweils mit entsprechender Traglast. 

Stromversorgung

Gleich danach haben wir die Aufbau-Elektrik zu großen Teilen überarbeitet und erweitert: Die komplette Beleuchtung im Innenraum wurde auf LED umgerüstet und die Markise (4,0m; Thule Omnistor) mit einer fernbedienbaren LED-Beleuchtung aus-gestattet. Es folgte eine Solaranlage (2x100W), welche über einen MPPT-Solarladeregler die beiden ebenfalls neuen Aufbaubatterien lädt. Hier haben wir unserem WoMo was richtig Gutes gegönnt: Insgesamt stehen 144Ah aus zwei unter dem Beifahrersitz verbauten Bleikristall-Batterien zur Verfügung. Landstrom haben wir seitdem nicht mehr gebraucht! Durch den ebenfalls nachgerüsteten  Sinus-Wechselrichter samt Netzvorrangschaltung ist Kaffeekochen oder Haare föhnen nämlich auch ohne möglich. Sollte die Sonne mal nicht reichen, hilft ein 45A Ladebooster, die Batterien schnell wieder voll zu bekommen. Ein Solar- und ein Batteriecomputer schicken alle wichtigen Daten über Bluetooth auf’s Handy und runden die Installation ab.

Multimedia

Für gute Unterhaltung während der Fahrt haben wir erst vor kurzem ein Android Doppel-DIN Radio mit Navigation nachgerüstet, gleichzeitig wurde der Handy- und Tablethalter eingebaut, wie man ihn vom Armaturenbrett neuerer Ducatos kennt. Natürlich wird das Bild der schwenkbaren Rückfahrkamera ebenfalls auf dem Autoradio angezeigt. Das Radio läuft über die Aufbaubatterien, lässt sich also auch ohne laufenden Motor nutzen. Der Ton des Fernsehers kann somit via Bluetooth über die 4 Radio-Lautsprecher (2 im Fahrerhaus, 2 an der Dinette) wiedergegeben werden. Das Bild liefert die vollautomatische Oyster Sat-Anlage. Ein weiterer Fernseher mit separatem Receiver und DVD-Laufwerk steht als Deckenmonitor am großen Heckbett zur Verfügung. 

Wintertauglich

Neben den 35mm stark gedämmten Aufbauwänden (PUAL-Bauweise) sorgen der Thermovorhang und die zuverlässige Truma C6002EH Gasheizung für wohlige Wärme an Wintertagen und lassen das Wohnmobil auch wintertauglich werden. Auch der GFK-Alkoven ist komplett isoliert. Im Gaskasten finden 2 Gasflaschen á 11kg Platz.

Ein 120l Frischwassertank, sowie der Grauwassertank mit 100l Fassungsvermögen sorgen für lange Standzeiten.  Beide sind im beheizten Doppelboden (Doppelbodenkonzept HYMER-TECHNO-plus) untergebracht. Für die Toilette stehen zwei Kassetten zur Verfügung. Damit es nicht riecht, haben wir eine SOGII (über Boden) nachgerüstet.

Grundriss

Grundriss
Grundriss

Platz bietet der tolle Grundriss mehr als ausreichend für alle Mitreisenden. Der Hymer verfügt über 4 eingetragene Sitzplätze, jeweils mit 3-Punkt-Gurt. Für alle 4 Personen gibt es natürlich entsprechende Schlafmöglichkeiten: Über dem Fahrerhaus befindet sich das hochklappbare Alkovenbett für zwei Personen. Im Heck finden zwei weitere Personen im Querbett Platz. Neben dem großen Kleiderschrank rechts von der Aufbautüre zeichnen die geräumige Sitzgruppe (Halbdinette), sowie das großzügige Bad mit separater Dusche und nicht zuletzt die Küchenzeile mit großem AES-Kühlschrank (150l) diesen Grundriss aus.

Fahren, Komfort und Extras

Nicht nur der Aufbau, auch das Fahrzeug selbst verfügt über einige Extras und Zusatzausstattungen, neben den bereits genannten: Angetrieben wird der Fiat Ducato von einem 3,0l Multijet mit 158PS. Für entspanntes Reisen sorgen die Klimaanlage und der Tempomat. Pilotensitze, Beifahrer-Airbag, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, die elektrische Trittstufe, sowie die Faltverdunklung für das Fahrerhaus runden das Paket ab. Für das passende Äußere sorgt die Lackierung in silber, sowohl für das Fahrerhaus, als auch für den Aufbau aus Alu-Glattblech

Weitere Extras wären z.B. das Markisenvorzelt von Thule, Safari Residence Room G2, oder der Wohnraumteppich.

Technisch einwandfrei

TÜV/AU und Gasprüfung wurden gerade erst vor wenigen Wochen komplett neu gemacht, aktuell wartet unser Camper noch auf neue Bremsbeläge und -scheiben vorne.

Unser WoMo steht regelmäßig in einer trockenen Halle, wenn es nicht bewegt wird, nichtsdestotrotz ist es natürlich kein Neufahrzeug mehr. Im Innenbereich gibt es normale Abnutzungserscheinungen, welche man allerdings schon fast suchen muss. Insgesamt ist das Fahrzeug sehr sauber und gepflegt und wir setzen alles daran, dass sich daran nichts ändert.

Hier nochmal zusammengefasst die Ausstattung:

  • EZ 04/2008, aktuell ca. 105.000 km
  • TÜV/AU neu, Gasprüfung neu
  • 4 Sitzplätze (mit 3-Punkt-Gurt)
  • 4 Schlafplätze 
  • Heckbett
  • Festbett
  • Markise Thule Omnistor 5002, 4,0m inkl. Safari Room 
  • Halbdinette mit drehbaren Pilotensitzen im Fahrerhaus
  • Separate Dusche
  • Servolenkung
  • autom. Sat-Anlage Oyster-Digital/2x TV/DVD.
  • WC mit 2 Kassetten
  • SOGII
  • Insektenschutztüre
  • Sinus-Wechselrichter m. Netzvorrangschaltung
  • Solaranlage m. MPPT-Laderegler
  • Votronic B2B Ladebooster 45A
  • Solar- und Batteriecomputer (Bluetooth)
  • 144Ah Aufbaubatterien
  • AHK abnehmbar
  • Isoliervorhang
  • Tempomat
  • Rückfahrkamera
  • 120l Frischwassertank, isoliert und beheizt
  • 100l Abwassertank, isoliert und beheizt
  • Wohnraumteppich
  • elekr. Einstiegsstufe
  • Klimaanlage
  • LED Markisenbeleuchtung
  • Dometic AES-Kühlschrank 150l (12V / 230V / Gas)

 

Wir freuen uns auf viele weitere Fahrten mit unserem Hymer.  Auch wenn wir immer mal wieder schauen, was der Markt so hergibt, zuletzt sogar im Begriff waren, auf einen Kastenwagen zu wechseln – der Camp 614SL ist einfach ein tolles Wohnmobil! Sicherlich werden wir aber auch in Zukunft noch einige Dinge finden, die wir verbessern und ändern können ;-).

Ab auf die Insel – Kurzurlaub Texel 2017

Nachdem wir  zu Pfingsten in Zeeland waren, ging es am langen Fronleichnams-Wochenende  wieder an die niederländische Nordsee, diesmal ein wenig länger. Die Insel Texel war diesmal unser Ziel.

Ein Kurzurlaub auf der Nordsee-Insel Texel

Bei bestem Wetter konnten wir ein tolles, langes Wochenende auf dem Campingplatz De Krim genießen.

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Verkehr
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Transit
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Texel ist eine wirklich schöne Insel. Wir waren zum ersten Mal da, aber sicher nicht das letzte Mal.
Ungeschickter Weise habe ich das Ladegerät der Kamera Akkus zu Hause vergessen, daher gibt’s diesmal nur ein paar einfache Handy-Fotos.

Eventuell ist bei den GoPro-Aufnahmen noch etwas dabei, was ich später nachreichen kann.

Der Campingplatz ist wirklich klasse. Einziges Manko, wenn man denn unbedingt ein Haar in der Suppe finden möchte: Es ist mit ca. 3,5 km doch recht weit zum Strand, mit Fahrrädern aber kein Problem. Wir standen auf den Stellplätzen innerhalb der Schranken, sicher kein Schnäppchen, für einen Campingplatz aber immer noch im Rahmen, erst recht an einem verlängerten Wochenende.
Außerhalb der Schranken gibt es auch noch Plätze, die sind scheinbar günstiger, aber nicht reservierbar, wenn ich das richtig gesehen habe. Nach unserer Pfingst-Erfahrung in Zeeland wollte ich das Risiko eines vollen Platzes dieses mal aber nicht eingehen.

Auch die Plätze im Süden der Insel sahen wirklich gut, gepflegt und sauber aus. Dort scheint es stellenweise auch näher zum Strand zu sein.

Bis nach Den Helder sind es für uns nur ca. 250 km. An der Nordsee waren wir schon häufiger, irgendwie ist Texel dennoch besonders. Vielleicht liegt es daran, dass man mit der Fähre übersetzt. Besonders für Tamira war das wohl schon das „gewisse Etwas“, aber auch für uns Erwachsene stellte sich schnell das Urlaubsgefühl ein. Tickets für die Fähre bucht man übrigens schnell und unkompliziert online, direkt auf der Homepage von Teso.

Fahrräder sollte man entweder dabei haben oder vor Ort leihen. Die Insel lässt sich mit den Rädern fantastisch erkunden. Ein bisschen Kondition sollte vielleicht auch vorhanden sein, oder E-Bikes, Wir hatten teilweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 km/h. Für unsere Tochter zu viel Wind, daher haben wir Ausflüge mit dem WoMo gemacht, z.B. zum Ecomare gefahren.

Kurztrip nach Amsterdam am Karnevalswochenende

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 Zwischen Brauchtumspflege und Reiselust

Karneval, Fasching, Fastnacht… Nicht nur in Düsseldorf oder Köln, auch am Niederrhein wird die 5. Jahreszeit gelebt und gefeiert. So auch hier bei uns. Als geborener Gocher bin ich mit diesem Brauchtum groß geworden. Die Frage, was man in der Zeit macht, stellt sich gar nicht erst. Ab Altweiberfastnacht oder Möhneball, wie man hier sagt, herrscht Ausnahmezustand bis zum Aschermittwoch – Jahr für Jahr. Dieses Jahr stellten wir bereits Wochen vorher Überlegungen an, ob man am Karnevalswochenende nicht einen Kurztrip mit dem Wohnmobil unternehmen könnte, vielleicht z.B. nach Amsterdam.

 Da der Wetterfrosch nun auch noch mitteilte, es könne sehr windig, kalt und regnerisch werden, nahm das Vorhaben  immer mehr Gestalt an. Tamira war allerdings nicht so recht zu überzeugen. Wenn in Amsterdam kein Karnevalsumzug sei und dort keine Bonbons geworfen würden, wollte sie zunächst nicht weg. Mit viel Geduld und entsprechender Argumentation konnten wir sie dann aber doch umstimmen, so dass wir am Karnevals-Samstag das WoMo startklar machten und am Sonntag recht früh aufbrachen.

Amsterdam City Camp

Wohnmobilstellplatz Amsterdam City CampErstes Ziel war natürlich der Stellplatz, das Amsterdam  City Camp. Dieser ist ganzjährig geöffnet und liegt im nördlichen Teil von Amsterdam, einem aufblühenden Teil der Stadt. Der Schotterplatz ist vollständig umzäunt, verfügt über Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, allerdings nicht über Duschen oder Toiletten. Hunde sind erlaubt. Für 3 Personen und Hund zahlten wir inkl. Strom (6A)  und Kurtaxe  € 22,50.  Im ersten Augenblick nicht ganz günstig, wenn man die Lage berücksichtigt, aber mehr als gerechtfertigt.

Artis Zoo

Nachdem wir uns am Stellplatz eingerichtet hatten, brachen wir gleich auf zum ersten Ausflugsziel, dem Artis Zoo. In 5-10 Minuten Fußmarsch erreicht man vom Stellplatz aus die NDSM-Werft, von dort gelangt man mit der kostenlosen Fähren direkt ins Zentrum der Stadt, zur Centraal Station.

Von hier aus liegt einem die Stadt förmlich zu Füßen: von berühmten Museen und Sehens-würdigkeiten über typische Straßenmärkte, kleine Boutiquen und Kaufhäuser bis zu geselligen Cafés, Restaurants und Kneipen gibt es alles, was das Herz begehrt:  Sehenswürdigkeiten in Amsterdam.

Artis Zoo mitten in Amsterdam

Mit der Tram (Linie A9) ging es weiter zum Zoo.  Dieser liegt mitten in der Innenstadt. Wir buchten unsere Tickets online , dadurch konnten wir uns die Warteschlange sparen. Die Tickets werden auf’s Handy geliefert, einfacher geht’s nicht. Der Zoo selbst ist wunderschön angelegt. Die Gehege sind so gestaltet, dass man teilweise meint, man könne die Tiere anfassen, so nahe ist man ihnen.  Über das Gelände verteilt findet man in historischen, denkmalgeschützten Gebäuden  u.a. einen Schmetterlings-Pavillion, ein Aquarium und einen tropischen Wald.  Auch zum Fotografieren war die tiernahe Gestaltung wirklich toll:

Immer wieder findet man im Netz Bewertungen des Zoos, in welchen die Größe der Gehege kritisiert wird. Ab und an liest man sogar, der Zoo sei sehr klein. Beides haben wir gar nicht so empfunden. Insgesamt haben wir an dem Tag gute 12 km Fußmarsch hinter uns gebracht, der größte Teil davon entfällt auf den Artis Zoo, welcher für uns einer der schönsten Zoos ist, die wir bisher gesehen haben. 

Madame Tussauds

Madame Tussauds AmsterdamNach einer windig-wackeligen, aber dennoch ruhigen Nacht -man steht auf dem City-Camp direkt an der Ij und somit auch direkt im Wind- gab es am Rosenmontag ein schönes Frühstück, mit Brötchen aus dem Omnia, bevor wir uns wieder auf dem Weg ins Zentrum der Stadt machten um Madame Tussauds einen Besuch abzustatten.

Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Gehminuten zum Wachsfigurenkabinett, so dass wir uns die Tram sparten und das Stück zu Fuß zurücklegten. Dank unserer Merlin Jahreskarte  hatten wir kostenlosen  Eintritt  und mußten uns auch nicht in der Warteschlange anstellen.

Seit 1970 gibt es die Amsterdamer Zweigstelle und man kann dort zahlreiche lebensnah nachempfundene Wachsfiguren von historischen Gestalten und Personen der aktuellen Zeitgeschichte, z.B.  Sportlern, Schauspielern, Musikern, Politikern und Models bewundern. So trifft man dort E.T., James Bond und Ironman aber auch Angela Merkel. Aber seht selbst:

Tamira fand es super toll, und auch für uns war es ein tolles Erlebnis. Sicher werden wir auch „das Original“ in London noch besuchen und auch Berlin steht fest auf unserer Zielwunschliste. 

Amsterdam – die Stadt

Wenn man schon mal in Amsterdam ist, sollte man auch die City besichtigen und eigentlich ist eine Grachtentour auch obligatorisch. Leider war das Wetter nicht sehr beständig, so dass wir beides für dieses Mal ausgelassen haben und zu einem anderen Zeitpunkt nachholen werden. Ein bißchen was haben wir aber mitgenommen. So findet sich unweit von Madame Tussauds das Shopping Centre Magna Plaza. Dort kann man in einem Shop im 2. OG einen Porzellanelefanten selbst bemalen.  Ein Andenken, welches wir für nur € 15,00 gerne mitgenommen haben:

Elephant Parade® ist ein soziales Unternehmen und betreibt die weltweit größte Kunstausstellung von künstlerisch dekorierten bzw. gestalteten Elefantenstatuen. Erstellt von Künstlern und Prominenten, ist jede  Statue ist ein einzigartiges Kunstwerk. Die lebensgroßen Baby-Elefanten-Statuen sind in internationalen Städten ausgestellt und sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur Erhaltung der Tiere zu wecken.

Auch am Veilchendienstag drehten wir noch eine Runde durch die Stadt.  Hier noch einige Eindrücke:

Gegen Mittag machten wir uns wieder auf den Heimweg. Zum Abschluß bauten wir als Überraschung für Tamira noch einen Kinobesuch in Kleve ein, auf dem Parkplatz  des Tichelpark Cinemas gab es noch eine Pizza aus dem Omnia, bevor es dann wirklich nach Hause ging.

Amsterdam ist definitiv eine Reise wert. Wir waren sicher nicht das letzte Mal dort 😉

Herbstferien 2016 mit dem neuen Wohnmobil

Nachdem Tamira ja nun seit einigen Wochen ein Schulkind ist, war es langsam Zeit für die ersten Herbstferien. Und somit für die erste richtige Tour mit unserem neuen Wohnmobil.

Freizeitcenter Oberrhein

Anfänglich war einfach nur ein 1-wöchiger Urlaub mit dem WoMo geplant. Wir wollten bei der ersten Tour kein Risiko eingehen, sondern erst mal in Ruhe gucken, ob alles so funktioniert wie es soll.  Daher entschieden wir uns für einen Campingplatz. Jenny war irgendwann mal mit Ihren Eltern auf einem sehr schönen Platz, auch im Internet sah der gut aus, also buchten wir dort: Freizeitcenter Oberrhein
Zu unserer Freude gab es noch eine Sonderaktion während der Herbstferien und wir konnten noch ein paar € sparen… 😉

Im Zusammenhang mit unserer „Gewichts-Odysee“ bekamen wir kurzfristig noch einen Termin bei den Fahrwerksspezialisten der Carsten Stäbler GmbH. Die Firma hat ihren Sitz in Waghäusel, nur 80 km von Rheinmünster entfernt. Das passte also ganz gut und wurde  kurzum in den Urlaub integriert.

Am Sonntag, den 16.10.2016 ging es vormittags also los Richtung Rheinmünster. Ohne Zwischenfälle erreichten wir am frühen Nachmittag unser Ziel und richteten unseren Stellplatz dort ein.

Bei einer ersten Besichtigungs- und Orientierungsrunde kamen uns einige Kinder auf ihren Fahrrädern entgegen – und begrüßten Tamira mit Namen! Wie sich dann herausstellte, waren zwei Gocher Familien ebenfalls mit ihren Kindern dort, überdies gehen diese zur gleichen Schule wie unsere kleine Prinzessin ;-). Die Welt ist halt doch ein Dorf!
Somit hatte Tamira schon mal jemanden zum Spielen, prima. Leider spielte das Wetter in den darauf folgenden Tagen nicht so ganz mit, hin und wieder gab es jedoch auch den ein oder anderen Sonnenstrahl und wir bekamen die Tage ganz gut herum. Der Campingplatz ist wirklich schön und definitiv empfehlenswert. Ich denke, besonders im Sommer, wenn man die Bademöglichkeiten auch entsprechend nutzen kann, wird es dort sehr schön sein, nicht nur für Kinder.

Auflastung bei Carsten Stäbler GmbH, Waghäusel

Am Freitag, 21.10.2016 hatten wir dann morgens um 8.00 Uhr den Termin zur Auflastung unseres WoMo’s in Waghäusel, ca. 80 km von unserem Campingplatz entfernt. Da der Weg über die A5 an Karlsruhe vorbei führte und man durch die Ruhezeiten den Campingplatz erst ab 7.00 Uhr hätte verlassen können, entschieden wir, das Angebot der Werkstatt zu nutzen, auf dem Parkplatz der Firma kostenlos zu übernachten (Stromversorgung vorhanden). Somit reisten wir bereits am Donnerstag Abend ab und machten uns auf den Weg nach Waghäusel.

Heidelberger Zooedited_fb_img_1477034936792

Waghäusel ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Heidelberg, wir wollten uns die Zeit während des Umbaus irgendwie im Ort vertreiben. Davon riet uns die freundliche Dame am Empfang der Werkstatt jedoch ab, es gäbe schlicht nichts zu besichtigen oder zu unternehmen. Kurzerhand organisierte sie uns das Auto des Chefs -die Leihautos waren alle vergeben- somit konnten wir den Tag ganz anders planen. Nach kurzer Recherche entschieden wir uns trotz des durchwachsenen Wetters den Zoo in Heidelberg zu besuchen.

Ein wirklich schöner, kleiner Zoo. Alles wirkt sehr gepflegt, sauber und ordentlich. Da es etwas kühler war, bekamen wir wirklich viele Tiere auch zu sehen, dass ist ja nicht immer so. Für Kinder hat der Zoo eine kleine Fährtensuche eingerichtet: An verschiedenen Gehegen finden sich die typischen Pfotenabdrücke/Spuren der Tiere in einem „Betonschild“. Auf einem Abreissteil des Zooplanes können die Kinder die jeweiligen Tiere zu den dort ebenfalls abgebildeten Abdrücken dazu schreiben und Gutscheine für den Zooshop gewinnen. Wirklich schön gemacht, Tamira hatte viel Spaß an der „Detektivarbeit“ :-D.
Hunde sind übrigens im Zoo erlaubt, dürfen allerdings nicht in die Café’s.

Wir übernachteten der Einfachheit Halber nochmals auf dem Parkplatz der Carsten Stäbler GmbH, nachdem wir zuvor die Erlaubnis des Chefs eingeholt hatten – versteht sich. Abends überlegten wir, was wir mit dem verbleibenden und für die Rückreise vorgesehenen Samstag anstellen könnten.

Technik Museum Speyer20161022_133008

In nur gut 30 km Entfernung zu Waghäusel liegt die Stadt Speyer.

Speyer ist eine kreisfreie Stadt am Oberrhein. Als römische Gründung, damals Noviomagus oder Civitas Nemetum genannt, ist sie eine der ältesten Städte Deutschlands und wurde als Spira um 600 Zentrum des Speyergaues.

(Quelle: Wikipedia)

Sehenswürdigkeiten gibt es einige. Nach einigen Überlegungen hatten wir Abends beschlossen, das Technik Museum Speyer zu besuchen und unseren Urlaub damit abzuschließen.

Wir frühstückten also zeitig und brachen früh auf nach Speyer. Am Technik Museum angekommen, bemerkten wir, dass anlässlich der Herbstmesse dort auch eine Kirmes in unmittelbarer Nähe aufgebaut war. Zunächst ging es jedoch ins Museum.

Was für ein tolles Museum! So viele fantastisch aufbereitete, alte Fahrzeuge, sehenswerte Maschinen und technische Geschichte. Wir waren in gut 4 Stunden durch, allerdings kann man dort sicherlich  auch mehr Zeit verbringen. Wer mal mit Kindern in die Nähe von Speyer kommt, sollte also das Museum definitiv mit einplanen.

Caravan Park am Technik Museum

Eigentlich sollte es nach dem Museumsbesuch ja nach Hause gehen, aber da war ja noch die Kirmes. Außerdem gab es ein Aktion für die Herbstferien: Durch den Besuch des Technik-Museums konnte man die Eintrittskarten für das nur 10 Gehminuten entfernte SeaLife Speyer ermäßigt bekommen (5,- EUR/Person). Da wir nicht in Eile waren, beschlossen wir also in Speyer zu bleiben und hingen noch eine Nacht dran.  Daher setzten das WoMo um auf den Caravan Park am Technik Museum. Dieser gehört zum Hotel und liegt direkt neben dem Parkplatz des Museums.

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Mit 22,00 EUR/24 Std. ist der Platz zwar nicht ganz günstig, allerdings liegt er wunderbar zentral. Außerdem ist in dem Preis alles enthalten, also Ver- und Entsorgung, Strom und auch die Benutzung der Sanitäreinrichtungen. Das einzige was uns wirklich gefehlt hat, war eine Entsorgungsmöglichkeit für die Toilettenkassette.

20161022_205418Mit einem Besuch auf der Kirmes wollten wir den Tag abschließen. Tamira durfte sich 2 Fahrgeschäfte aussuchen, auf welchen sie fahren durfte. Ihre Wahl fiel zunächst auf die „Raupe“. Damit drehten wir eine Runde und hatten schon mal Spaß. Die Wahl des zweiten fiel ihr nicht ganz so leicht und so schlenderten wir noch ein- oder zweimal über das Kirmesgelände. Zu guter Letzt entschied sie sich für die „Wilde Maus“. Unbedingt wollte Sie da drauf – „bitte, bitte, Papa…“ Naja, von mir aus….. 😆  

Anschließend bedienten wir uns noch an den zahlreichen Imbissständen auf der Kirmes und machten uns dann auf den Rückweg um so langsam die wohlverdiente Nachtruhe anzutreten.

An dem Stellplatz grenzt ein kleiner Flughafen, Berichten im Internet zufolge sollte der Fluglärm sehr störend sein, das können wir jedenfalls nicht bestätigen. Sowohl in der Nacht, als auch tagsüber waren die Fluggeräusche der Maschinen nicht störend. Im Gegenteil, Tamira fand es klasse, immer wieder zum Zaun zu rennen und zuzuschauen, wie die Flugzeuge starteten und landeten.

SeaLife Speyer20161023_175544

Am nächsten Morgen sind wir wieder zeitig aufgestanden, schließlich galt es, den Besuch im SeaLife und die Rückfahrt nach Hause in den Tag  zu bringen.

10-15 Minuten Fußweg sind es vom CaravanPark zum SeaLife, nachdem wir uns mit Frühstück versorgt hatten, machten wir uns auf den Weg. Dieser führt u.a. durch einen kleinen Park, vorbei am Dom zu Speyer. Groß und mächtig ragt seit ca. 1000 Jahren das Wahrzeichen der Stadt, unweit des Rheinufers auf. Er gilt als die größte erhaltene romanische Kirche Europas.

Direkt am Speyerer Rhein gelegen, erwartete  uns dann das SEA LIFE Speyer. Wie immer war es eine faszinierende Reise durch die Unterwasserwelt, hier mit über 3000 Tieren aus 100 Arten.

Das Großaquarium ist toll aufgebaut, man folgt nämlich dem Ursprung des Rheins bis hin zu seiner Mündung in die Nordsee. Vorbei an Muränen, Rochen und Katzenhaien geht es von dort aus durch das Mittelmeer bis man im tropischen Ozean ankommt. Wir buchten anlässlich der Themenwochen „Helden der Meere“20161023_123710 auch die tägliche Führung und bekamen gezeigt, welche außergewöhnlichen Fähigkeiten die Tiere haben, die derzeit über die Kinoleinwände schwimmen.  So gab es einiges zu entdecken, Tamira ließ sich von den Putzerfischen auch die Fingerchen reinigen und konnte fühlen, wie sich ein Seestern anfühlt 😉

Der Rest ist schnell erzählt: Auf dem Rückweg zum Stellplatz sind wir noch kurz am Dom vorbei gelaufen. Wir sind zwar keine Kulturbanausen, aber einer 6-jährigen müssen wir auch noch keine „Kirchenbesichtigung“ zumuten, daher beschränkten wir uns auf einmal durchlaufen. Danach ging es zurück zum Wohnmobil und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Ohne Staus und weitere Verzögerungen rollten wir in Ruhe heim und kamen dort erholt und mit vielen tollen Erlebnissen im Gepäck am frühen Abend wohlbehalten an.