Fähre in Amsterdam

Kurztrip nach Amsterdam am Karnevalswochenende

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 Zwischen Brauchtumspflege und Reiselust

Karneval, Fasching, Fastnacht… Nicht nur in Düsseldorf oder Köln, auch am Niederrhein wird die 5. Jahreszeit gelebt und gefeiert. So auch hier bei uns. Als geborener Gocher bin ich mit diesem Brauchtum groß geworden. Die Frage, was man in der Zeit macht, stellt sich gar nicht erst. Ab Altweiberfastnacht oder Möhneball, wie man hier sagt, herrscht Ausnahmezustand bis zum Aschermittwoch – Jahr für Jahr. Dieses Jahr stellten wir bereits Wochen vorher Überlegungen an, ob man am Karnevalswochenende nicht einen Kurztrip mit dem Wohnmobil unternehmen könnte, vielleicht z.B. nach Amsterdam.

 Da der Wetterfrosch nun auch noch mitteilte, es könne sehr windig, kalt und regnerisch werden, nahm das Vorhaben  immer mehr Gestalt an. Tamira war allerdings nicht so recht zu überzeugen. Wenn in Amsterdam kein Karnevalsumzug sei und dort keine Bonbons geworfen würden, wollte sie zunächst nicht weg. Mit viel Geduld und entsprechender Argumentation konnten wir sie dann aber doch umstimmen, so dass wir am Karnevals-Samstag das WoMo startklar machten und am Sonntag recht früh aufbrachen.

Amsterdam City Camp

Wohnmobilstellplatz Amsterdam City CampErstes Ziel war natürlich der Stellplatz, das Amsterdam  City Camp. Dieser ist ganzjährig geöffnet und liegt im nördlichen Teil von Amsterdam, einem aufblühenden Teil der Stadt. Der Schotterplatz ist vollständig umzäunt, verfügt über Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, allerdings nicht über Duschen oder Toiletten. Hunde sind erlaubt. Für 3 Personen und Hund zahlten wir inkl. Strom (6A)  und Kurtaxe  € 22,50.  Im ersten Augenblick nicht ganz günstig, wenn man die Lage berücksichtigt, aber mehr als gerechtfertigt.

Artis Zoo

Nachdem wir uns am Stellplatz eingerichtet hatten, brachen wir gleich auf zum ersten Ausflugsziel, dem Artis Zoo. In 5-10 Minuten Fußmarsch erreicht man vom Stellplatz aus die NDSM-Werft, von dort gelangt man mit der kostenlosen Fähren direkt ins Zentrum der Stadt, zur Centraal Station.

Von hier aus liegt einem die Stadt förmlich zu Füßen: von berühmten Museen und Sehens-würdigkeiten über typische Straßenmärkte, kleine Boutiquen und Kaufhäuser bis zu geselligen Cafés, Restaurants und Kneipen gibt es alles, was das Herz begehrt:  Sehenswürdigkeiten in Amsterdam.

Artis Zoo mitten in Amsterdam

Mit der Tram (Linie A9) ging es weiter zum Zoo.  Dieser liegt mitten in der Innenstadt. Wir buchten unsere Tickets online , dadurch konnten wir uns die Warteschlange sparen. Die Tickets werden auf’s Handy geliefert, einfacher geht’s nicht. Der Zoo selbst ist wunderschön angelegt. Die Gehege sind so gestaltet, dass man teilweise meint, man könne die Tiere anfassen, so nahe ist man ihnen.  Über das Gelände verteilt findet man in historischen, denkmalgeschützten Gebäuden  u.a. einen Schmetterlings-Pavillion, ein Aquarium und einen tropischen Wald.  Auch zum Fotografieren war die tiernahe Gestaltung wirklich toll:

Immer wieder findet man im Netz Bewertungen des Zoos, in welchen die Größe der Gehege kritisiert wird. Ab und an liest man sogar, der Zoo sei sehr klein. Beides haben wir gar nicht so empfunden. Insgesamt haben wir an dem Tag gute 12 km Fußmarsch hinter uns gebracht, der größte Teil davon entfällt auf den Artis Zoo, welcher für uns einer der schönsten Zoos ist, die wir bisher gesehen haben. 

Madame Tussauds

Madame Tussauds AmsterdamNach einer windig-wackeligen, aber dennoch ruhigen Nacht -man steht auf dem City-Camp direkt an der Ij und somit auch direkt im Wind- gab es am Rosenmontag ein schönes Frühstück, mit Brötchen aus dem Omnia, bevor wir uns wieder auf dem Weg ins Zentrum der Stadt machten um Madame Tussauds einen Besuch abzustatten.

Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Gehminuten zum Wachsfigurenkabinett, so dass wir uns die Tram sparten und das Stück zu Fuß zurücklegten. Dank unserer Merlin Jahreskarte  hatten wir kostenlosen  Eintritt  und mußten uns auch nicht in der Warteschlange anstellen.

Seit 1970 gibt es die Amsterdamer Zweigstelle und man kann dort zahlreiche lebensnah nachempfundene Wachsfiguren von historischen Gestalten und Personen der aktuellen Zeitgeschichte, z.B.  Sportlern, Schauspielern, Musikern, Politikern und Models bewundern. So trifft man dort E.T., James Bond und Ironman aber auch Angela Merkel. Aber seht selbst:

Tamira fand es super toll, und auch für uns war es ein tolles Erlebnis. Sicher werden wir auch „das Original“ in London noch besuchen und auch Berlin steht fest auf unserer Zielwunschliste. 

Amsterdam – die Stadt

Wenn man schon mal in Amsterdam ist, sollte man auch die City besichtigen und eigentlich ist eine Grachtentour auch obligatorisch. Leider war das Wetter nicht sehr beständig, so dass wir beides für dieses Mal ausgelassen haben und zu einem anderen Zeitpunkt nachholen werden. Ein bißchen was haben wir aber mitgenommen. So findet sich unweit von Madame Tussauds das Shopping Centre Magna Plaza. Dort kann man in einem Shop im 2. OG einen Porzellanelefanten selbst bemalen.  Ein Andenken, welches wir für nur € 15,00 gerne mitgenommen haben:

Elephant Parade® ist ein soziales Unternehmen und betreibt die weltweit größte Kunstausstellung von künstlerisch dekorierten bzw. gestalteten Elefantenstatuen. Erstellt von Künstlern und Prominenten, ist jede  Statue ist ein einzigartiges Kunstwerk. Die lebensgroßen Baby-Elefanten-Statuen sind in internationalen Städten ausgestellt und sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur Erhaltung der Tiere zu wecken.

Auch am Veilchendienstag drehten wir noch eine Runde durch die Stadt.  Hier noch einige Eindrücke:

Gegen Mittag machten wir uns wieder auf den Heimweg. Zum Abschluß bauten wir als Überraschung für Tamira noch einen Kinobesuch in Kleve ein, auf dem Parkplatz  des Tichelpark Cinemas gab es noch eine Pizza aus dem Omnia, bevor es dann wirklich nach Hause ging.

Amsterdam ist definitiv eine Reise wert. Wir waren sicher nicht das letzte Mal dort 😉

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